Der Hotspot

Tazacorte ist eigentlich zwei. Villa Tazacorte liegt etwas oberhalb der Küste, Puerto Tazacorte, sie der Name schon sagt...

Tazacorte ist der echte Hotspot. Der Westen La Palmas ist von der Sonne verwöhnt, der Passat, der Wolken bringt, kommt aus Nordost und an den meisten Tagen, schafft es die feuchte Luft nicht über den Berg. 

Ist der Westen schon sonnig und auch im Winter meistens warm, legt Tazacorte nochmal drei Grad drauf. Es ist der wärmste Ort der Insel. Passt gut, dass sich hier einer der beiden größeren Strände der ansonsten strandarmen Insel befindet. Im Winter jedoch kann der Atlantik ganz schön böse werden. Auch ohne Stürme gibt es manchmal heftigen Wellengang. Vor wenigen Tagen erst hat es zwei Touristen auf der Promenda niedergerissen.



Nun ist der Strand gesperrt, was aber Einheimische und Touris nicht davon abhält, sich dort niederzulassen. Das Meer wirkt auch ruhig, doch Minuten später schon rast eine zwei Meter hohe Welle bis an die Promenade.


Im Yachthafen sind auch die kleinen Fischerboote der Palmeras stationiert und vertragen sich ganz gut mit den Ausflugsschiffen, von denen aus die Walwanderungen zu beobachten sind und den Luxusyachten, von denen nicht allzuviel hier liegen.



Ein wahres Prachtstück sinnvoller architektonischer Kunst und Sinnhaftigkeit ist der ausgebaute neue Hafen. Die Inselverwaltung hatte einen Plan, die EU die Strukturförderungsmittel und so wurde jede Menge Beton verbaut, damit hier auch Fähren zu anderen Inseln und in ferne Länder geschützt vor dem rauhen Meer anlegen können. 20 Jahre lang wurde allerdings keine einzige gesehen. Die Kreuzfahrbranche boomt, aber noch keiner der Luxusliner hat hier jemals Station gemacht. Und so verrottet dieses Meisterwerk der Baukunst vor sich hin. 







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